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Guusje van Noorden

Guusje van Noorden (*Schaesberg), wohnt und arbeitet in Maastricht. Sie studierte in den Jahren 1972-1978 zuerst an der Kunstakademie und anschließend von 1977 bis 1979 an der Jan van Eyck-Akademie, beide in Maastricht. Sie erhielt erste Auszeichnung: 1982 den Europäischen Preis für die freie Malkunst der Stadt Ostende; 1988 ein Stipendium der Stadt Mannheim.

Im Jahre 1991 wurde sie in Italien für ihre Radierungen mit der Medaglia d’Oro del Commune di Mapello ausgezeichnet. Arbeiten von Guusje van Noorden sind auf den internationalen Kunstbühnen zu sehen. Sie stellte unter anderem in verschie-denen Städten in Spanien und Deutschland aus, aber auch und vor allem in ihrer eigenen Galerie (Schuwirth & van Noorden) in Maastricht.

 


 


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Das Stipendium der Stadt Mannheim (1988) weckte ihr Interesse für die Siebdrucktechnik und inspirierte zu der Bilderserie "Tutti Frutti". Das Stilleben – ein beliebtes Thema der holländischen Meister des siebzehnten Jahrhunderts – stellt sie in eigensinnigen Formen dar, die an Pop-Art erinnern, manchmal lieblich, manchmal heiter.

Die monumentalen Ölbilder von Guusje van Noorden stellen in expressiven abstrakten Farbkombinationen eine eigene Wirklichkeit dar. Die Emotionalität bekommt ihre Kraft durch eine dynamische Pinselführung und strahlende Farben. Abstrakte Malerei kennt keine Gegenstände, sie ist reine bildhafte Expression.

Im Werk van Noordens werden Atmosphäre und Bilddarstellung durch fließende Farbflächen und vibrierende Farbkombinationen bestimmt. Der Werdegang ist deutlich erkennbar. Die zahllosen Farblagen drängen das Thema in den Hintergrund und einbeziehen den Zuschauer dadurch in Arbeitsweise und Materialwirkung. Der mehrschichtige Aufbau - durch die Farbkontraste verstärkt - suggeriert eine plastische Raumwirkung, die zum Ergründen des Bildes einlädt. Die Interpretation ist dem Betrachter überlassen.

Nach einer Ausstellungsserie in Spanien im Jahre 1991 ändert sich die Farbskala unter dem Einfluß des warmen, südlichen Lichtes und der öden Landschaften. Das kalte Himmelblau weicht warmen Ockertönen. Es entsteht eine Serie Siebdrucke zum Gedicht von Garcia Lorca „A la cinco de la tarde“, in dem ein Stierkämpfer den Tod findet.

Frühe Bilder rufen Assoziationen mit dem Kosmos und dem Metaphysischen wach. Himmlische Tiefen, blaue Lüfte und endlose Weiten in der „Galaxy“-Serie (1987) zeugen davon.

Seit 1994 wuchs das Interesse an der Welt des Mikrokosmos. Van Noorden versucht im stärkeren Maße, sich dem wesentlichen Kern der Malerei anzunähern.